Akupunktur & Elektroakupunktur

Akupunktur & Elektroakupunktur

Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass Erkrankungen durch eine Störung des Energieflusses entlang der Körper-Meridiane entstehen. Eine gezielte Stimulation spezifischer Akupunkturpunkte soll diesen Fluss wieder herstellen und das energetische Gleichgewicht fördern.
Akupunktur wirkt sich ausserdem nachweislich* positiv auf psychischen Stress aus, kann Angstzustände reduzieren und die Schlafqualität verbessern. Ihr ganzheitlicher Ansatz ermöglicht es, gleichzeitig Begleiterkrankungen und komplexe Beschwerdemuster zu behandeln. Ziel ist, stets die Wiederherstellung eines körperlichen und geistigen Gleichgewichts.

Aus westlich-medizinischer Perspektive lassen sich die Wirkmechanismen der Akupunktur folgendermassen erklären:

  1. Placebo-Effekt: Häufig diskutiert, jedoch umstritten, da Akupunktur auch bei nichtsuggestiven Organismen wie Tieren oder Pflanzen wirksam ist.
  2. Die Aktivierung nicht-schmerzleitender Nervenfasern kann die Schmerzübertragung im Rückenmark blockieren.
  3. Neurophysiologische Prozesse: Das Einstechen der Nadeln führt zur Freisetzung körpereigener Substanzen wie z.B. Endorphinen, die schmerzlindernd und entspannend wirken. Zusätzlich werden lokale Durchblutungsprozesse angeregt, die muskuläre Verspannungen abbauen und Heilungsprozesse fördern.
Einige Anwendungsbeispiele für Akupunktur:
  • Kiefergelenkbeschwerden, Zähneknirschen und Kieferpressen
  • Trigeminusneuralgie
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Tinnitus
  • Unterstützend bei Augenproblemen
  • Stress, innere Unruhe, Depressionen, Angst
  • Schlafstörungen, Müdigkeit
  • Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden (z.B. Knie und Ellbogen)
  • Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen (z.B. Frozen Shoulder)
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Verdauungsbeschwerden (Verstopfung, Durchfall, saures Aufstossen)
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Unterstützend bei Morbus Crohn
  • Unterstützung bei Gewichtsreduktion
  • Blasenentzündungen
  • Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden (Menopause)
  • begleitende Unterstützung bei Allergien, Heuschnupfen
  • Immunsystemstärkung
  • Sinusitis, Bronchitis, Husten
  • Narbenentstörung
  • Rauchstopp (ergänzend mit Ohrakupunktur)
  • und weitere Indikationen

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit möglichen Indikationen, welche sich auf die Empfehlungen der Weltgesundheits-Organisation WHO stützen. Beachten Sie dabei, dass die Aufzählung nicht abschliessend ist, sondern lediglich auf die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der TCM hinweist.

Elektroakupunktur

Elektroakupunktur wird vor allem bei Rücken-, Nacken-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verspannungen sowie bestimmten Nervenbeschwerden eingesetzt. Sie kann auch eine medizinische oder physiotherapeutische Behandlung bei Lähmungserscheinungen begleiten, etwa bei einer Gesichtslähmung oder während der Rehabilitation nach einem Schlaganfall. Ob die Methode geeignet ist, hängt von der Ursache und dem persönlichen Gesundheitszustand ab.

Dabei werden feine Akupunkturnadeln mit schwachen, gleichmässigen Stromimpulsen stimuliert. Stärke und Geschwindigkeit der Impulse werden individuell eingestellt. Die Behandlung ist spürbar, soll aber nicht schmerzhaft sein und wird meist als sanftes Kribbeln oder rhythmisches Klopfen wahrgenommen. Die zusätzliche Stimulation kann die Schmerzlinderung unterstützen, verspannte Muskeln lockern und gezielte Muskelreaktionen auslösen.
Begleitend kann Elektroakupunktur auch zur Unterstützung einer Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Sie ersetzt jedoch keine ausgewogene Ernährung und regelmässige Bewegung.